Graue-Flecken-Projekt in Halle (Westf.) startet

Bürgerveranstaltung Anfang 2026 –

Seit dem Erhalt des vorläufigen Zuwendungsbescheids über die Bundesförderung Breitband im November 2024 von dem Bundesministerium für Digitales und Verkehr treibt hallewestfalen.net das Graue-Flecken-Projekt konsequent voran: Ziel ist es, nach dem erfolgreichen Abschluss des Weiße-Fle-cken-Ausbaus nun auch die bislang unterversorgten Gebiete in Halle (Westf.) mit Glasfaser anzubinden und so eine nahezu flächendeckende digitale Infrastruktur zu schaffen.

Seit Beginn des Jahres 2025 laufen die vorbereitenden Schritte auf Hochtouren: Im Rahmen mehrerer öffentlicher Ausschreibungen wurden erste Dienstleister ausge-wählt. Aktuell befindet sich die Ausschreibung für ein Ingenieurbüro in der End-phase. Dieses Büro wird die Planungsleistungen übernehmen, die Entwurfsplanung aktualisieren und die Bauoberleitung während der Umsetzung verantworten. Dar-über hinaus wird das Ingenieurbüro die Netzplanung in eine genehmigungsfähige Fassung überführen. Diese bildet die Grundlage für die finale Ausschreibung der Tiefbauarbeiten. Parallel dazu ist die Auswahl eines Netzbetreibers vorgesehen, der den Betrieb der Glasfaserinfrastruktur sicherstellen und die Bürgerinnen und Bürger künftig mit schnellem Internet versorgen wird.

Zeitplan und nächste Schritte

Der derzeitige Projektzeitplan sieht den Baustart für das vierte Quartal 2026 vor. Nach einer zweijährigen Bauphase soll der Glasfaserausbau bis Ende 2028 abge-schlossen sein. Für Anfang 2026 ist zudem eine Informationsveranstaltung für Bür-gerinnen und Bürger geplant, die Anspruch auf einen kostenlosen Glasfaseran-schluss haben. Eigentümerinnen und Eigentümer in den Ausbaugebieten werden persönlich eingeladen und können dort ihr Interesse am kostenlosen Anschluss be-kunden. Aktuelle Informationen, Kontaktmöglichkeiten und Ansprechpartner*innen finden Interessierte zudem auf www.hallewestfalen.net.

Ein großer Schritt für die digitale Zukunft

Mit dem Graue-Flecken-Projekt leistet hallewestfalen.net einen entscheidenden Beitrag zur digitalen Infrastruktur in Halle (Westf.). „Unser Ziel ist es, allen Bürgerinnen und Bürgern eine zukunftsfähige Breitbandversorgung zu ermöglichen. Mit dem nun vor uns liegenden Ausbauprojekt werden wir unser Ziel erreichen“, erklären die Geschäftsführer von hallewestfalen.net, Björn Hüllbrock und Johannes Wiese.

Hintergrund

Die hallewestfalen.net GmbH wurde als 100-prozentiges Tochterunternehmen der Stadt Halle (Westf.) im Herbst 2016 mit dem Auftrag, einen zeitnahen Zugang zu maximal schnellem Internet zu ermöglichen, gegründet. Zunächst wurden die soge-nannten „weiße Flecken“ im Haller Stadtgebiet an ein Glasfasernetz angeschlossen. Das betraf jene Bereiche, in denen die privaten Anbieter wie Telekom, BiTEL, Unitymedia oder andere aus wirtschaftlichen Gründen nicht in den Ausbau der Technik investieren wollten. Im aktuellen Projekt erschließt hallewestfalen.net die sogenannten „grauen Flecken“. Dabei handelt es sich um Gebiete, in denen zwar bereits ein Netzbetreiber aktiv ist, die aktuellen Datenraten jedoch nur zwischen 30 und 100 Mbit/s im Download liegen. Das betrifft 1.432 Privathaushalte und 142 Ge-werbetreibende, die Anspruch auf einen kostenlosen Glasfaseranschluss haben.

Das Projekt wurde im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitbandausbau durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (50 Prozent) und das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (30 Prozent) gefördert. 20 Prozent der Investitionen hat die Stadt Halle (Westf.) eingebracht.

Die Politik und die Verwaltung wollen mit dieser Initiative die Infrastruktur in der Stadt Halle (Westf.) zukunftsfähig machen. Ziel ist es, auch den Bewohnerinnen und Bewohnern sowie Betrieben auf dem Land zu ermöglichen, künftig von zu Hause aus zu arbeiten oder anspruchsvolle Webapplikationen zu nutzen. Als kommunales Unternehmen fokussiert sich hallewestfalen.net auf den Aufbau der passiven Glasfaserinfrastruktur. Es übernimmt Planung, Leitungsnetz- und Stationsbau. Die aktive Netznutzung und Bereitstellung von Tarifen erfolgt durch den beauftragen Pächter.

Logos der Förderinstitutionen: Bundesministerium für Digitales und Verkehr mit Hinweis auf die Bundesförderung Breitband, aconium Projektträger sowie Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen mit Landeswappen.

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