15 Kilometer Datenleitungen sind verlegt

Halle (Westf.), 15. Januar 2020. Dem ersten symbolischen Spatenstich folgten zeitnah tatsächliche Erdbewegungen und Baggereinsätze.

Unter Beteiligung von Ralph Brinkhaus (Mitglied des deutschen Bundestages), Vertretern der Stadt Halle (Westf.), der Fördermittelgeber des Bundes und des Landes, der Bauunternehmen Lüders Dienstleistungen GmbH und Spie SAG GmbH, der Planer IEBL und interessierten Bürgern wurde am 11. Oktober 2019 der erste Spatenstich gesetzt.
In den darauffolgenden Wochen führten die zwei beauftragten Bauunternehmen täglich mit sechs Kolonnen Tiefbauarbeiten durch. Nach dem Stand von hier und heute wurden bisher auf einer Strecke von 15 Kilometer Glasfaserkabel verlegt.
Die weiteren Bauarbeiten sind bereits terminiert. Alle Eigentümer der anzuschließenden Gebäude wurden über den voraussichtlichen Baubeginn informiert und erhielten die Kontaktdaten der Projektleiter der Bauunternehmen Lüders und Spie. Im nächsten Schritt erfolgen nun die Abstimmungsgespräche zwischen Eigen-tümer und Projektleitung zur individuellen Leitungsführung auf dem jeweiligen Grundstück und Platzierung der Hauseinführung.
Die Firma SPIE SAG GmbH aus Wallenhorst, die einen eigenen Bauhof an der Kreisheide in Künsebeck betreibt, wird das Gigabit-Netz der Lose 3 und 4 in den Orten Kölkebeck und Hörste verlegen. Der Netzausbau der Lose 1, 2 und 5 in Ascheloh, Egge-berg, in Hesseln und in Künsebeck sowie der Anschluss der Haller Schulen – erfolgt durch die Firma Lüders Dienstleistungs-GmbH aus Soltau.

Das gesamte Projekt muss bis Ende 2020 fertiggestellt sein.
Gebaut werden in den Außenbezirken sechs neue Netzverteilerhäuschen (POP) in Garagengröße. Von denen verzweigen sich die Leitungen zu den ebenfalls noch zu bauenden 96 Kabelverteilerschränken. Von dort aus werden die Datenleitungen dann zu den Hausanschlüssen verlegt. Insgesamt 1.050 davon sollen bis Ende 2020 entstehen:
160 in Ascheloh, 80 in Bokel, 100 in Eggeberg, 100 in Hesseln, 225 in Hörste, 150 in Kölkebeck und 300 in Künsebeck. Hinzu kommen 20 Anschlüsse für die Bildungseinrichtungen, die zum großen Teil in der Haller Innenstadt liegen.
Sobald ein Ortsteil komplett ausgebaut ist, kann das dortige Netz „beleuchtet“ werden. So nennt man die Dienste, die der bereits gefundene Pächter der Netze – die Deutsche Telekom – aufschaltet. Termine hierfür werden nach Baufortschritt bekannt gegeben.

Förderung

Halle (Westf.) ist die einzige Kommune in Ostwestfalen-Lippe, die ihr Glasfasernetz im Betreibermodell durch die 100%ige Tochter der Stadt, die hallewestfalen.net GmbH, ausbaut. Alle anderen Kommunen haben den Auftrag dafür an Telekommunikationsunternehmen vergeben und zahlen mit Hilfe von Bund und Land für die zu erwartende Wirtschaftlichkeitslücke.
Das Projekt wird im Rahmen des Bundesförderprogramms Breitbandausbau durch das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (50 Prozent) und das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (40 Prozent) gefördert. Der Selbstbehalt von 10% der Investitionen wird durch die Stadt Halle (Westf.) eingebracht.

Es geht voran: Die Geschäftsführer der hallewestfalen.net GmbH Jochen Strieckmann und Johannes Wiese (hinten, von rechts) machen sich mit Bauleiter Lothar Jung (bibtech) ein Bild vom Fortschritt der Bauarbeiten. Ein Spülbohrgerät ist hier an der Eggeberger Straße im Einsatz.
Netzausbau: Leitungsverlegung zum Kabelverzweiger im Ortsteil Eggeberg.
Baugrube Glasfasernetz HalleWestfalen